bild14.jpg
Aktuelles
Link zur GEW Niedersachsen
Startseite arrow Aktuelles arrow Podiumsdiskussion: Das Gymnasium - Auslaufmodell oder Eliteschule?


   


Dienstag, 13. September 2011
Podiumsdiskussion: Das Gymnasium - Auslaufmodell oder Eliteschule? PDF Drucken

Eberhard Brandt  zum Thema "Bildung im Raum Hildesheim"
(Armin Herden – 12.09.2011)

Am Donnerstag, den 01.09.2011, fand im Mehrgenerationenhaus eine Podiumsdiskussion mit geladenen Vertretern örtlicher Gymnasien, der GEW, vertreten durch Eberhard Brandt, einem Vertreter des Philologenverbandes und des ansässigen NLQ statt.

Die Veranstaltung, die übrigens am Samstag, den 10.09.2011 um 12.00 Uhr, im Sender Radio Tonkuhle übertragen wurde, stand unter der Fragestellung: „ Das Gymnasium - Auslaufmodell oder Eliteschule?“

Eberhard Brand hatte viele Redebeiträge und auch die besseren Argumente für eine gemeinsame Schule als der Vertreter des Philologenverbandes pro Gymnasium. Die geladenen Schulvertreter argumentierten sehr unterschiedlich: Während am Goethegymnasium der G8- und der G9-Jahrgang mit gleich gutem Abschluss entlassen wurde, klagte Herr Hartmut Schulz, Schulleiter des Andreanums, über die Verdichtung des Lernstoffs sowohl in den Jahrgängen 9 und 10 und dann auch in der Oberstufe. Es wäre nicht mehr ausreichend Zeit, dass sich Schüler gesellschaftlich, sozial, kirchlich oder auch politisch engagieren könnten. Auch die Qualität der allgemeinen Hochschulreife wäre gesunken, so dass sich Uniprofessoren bereits negativ über die Studierfähigkeit der Abiturienten geäußert hätten (leider war kein Vertreter der Uni geladen). Herr Beck vom Philologenverband gab an, dass 60 % der Studienanfänger über das Gymnasium und 40 % über andere Qualifikationen, z.B. Fachabitur oder zweiten Bildungsweg den Hochschulzugang erhalten.

In der Diskussion wurde die Gesamtschule als alternative Schulform zum Gymnasium zwar nicht direkt erwähnt, aber Kollege Brandt wies auf Vorteile der gemeinsamen Beschulung mit Fördern und Fordern in Bezug auf den Erwerb der Hochschulqualifikation hin. Auch sei in der Fläche der Weg ohne die Gesamtschule unter dem Gebot der Chancengleichheit der Schüler gar nicht machbar. In Hannover wird z. Zt. über die Gründung von 3 neuen IGSn bereits nachgedacht.

Herbert Kastner machte in der Fragerunde einige treffende Feststellungen, stellte Fragen an das Podium und ließ den Vertreter des Philologenverbandes etwas ratlos erscheinen.

Im Ganzen war es eine interessante Veranstaltung, leider nur von 30 bis 40 Zuhörern besucht. Festzustellen war auch, dass keiner von den örtlichen Parteivertretern anwesend war, obwohl das Thema Bildung im Kommunalwahlkampf bei allen Parteien auf der Wahlwerbung steht!

Für uns sollte die Unterschriftenaktion für den "Volksentscheid für Gute Schulen" in Niedersachsen nicht aus dem Auge verloren werden.

Gute Schulen sind auch Gesamtschulen und alle Schülerinnen und Schüler sollen 13 Jahre Zeit bekommen, sich auf ihr späteres Studium und/oder Berufsleben bereits in der Schule vorbereiten zu können.

Dazu gehört natürlich eine "gebundene" (verlässliche) Ganztagsschule mit einer optimalen Versorgung und einem rhythmisierten Schulalltag, egal in welcher Schulform. Die derzeitige Personalausstattung der "offenen" Ganztagsschule, die im Moment von der Landesregierung nur genehmigt wird, ist eine scheinheilige Minderversorgung von Billigmodellen und damit eine unerträgliche Belastung der Verantwortlichen in diesen Ganztagsschulen vor Ort. Die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" bestätigt gerade wieder einmal dieses Problem: Deutschland landet mit seinen Bildungsausgaben auf Platz 30 von 36 Industrienationen. 





 
Startseite
Aktuelles
Vorstand
Geschäftsstelle
Fortbildung
Schulpersonalrat
HiJuBuWo
Schulsozialarbeit
Termine
Administration
Suche
Archiv
Links
Kontakt & Impressum
 
       
 
GEW Kreisverband Hildesheim  •   Annenstraße 31   •   31134 Hildesheim   •   Tel. / Fax 05121 – 23280